© Pestalozzi-Fröbel-Haus Aktualisiert am 16-Jun-2018

 

 
     
Geschichte
 
 
 
Das Pestalozzi-Fröbel-Haus (PFH) ist als ein Verbund von Praxiseinrichtungen und Ausbildungsstätten für Erzieher*innen eine Modelleinrichtung des Landes Berlin. Es wurde im Jahr 1874 von Henriette Schrader-Breymann gegründet, deren Anliegen es war, die hohe Qualität von Fröbel-Kindergärten zu sichern durch eine ebenso hohe Qualität der Ausbildung von Erzieher*innen. Zum PFH gehören heute:
  • eine Fachschule für Sozialpädagogik
  • eine Fachoberschule für Gesundheit und Soziales
  • Kindertagesstätten
  • Nachbarschafts- und Familienzentren mit zahlreichen Projekten und Angeboten wie Kinderzirkus, Eltern-Kind-Gruppen, Familienberatung, Schulstationen etc.
  • Erzieherische Hilfen
  • Jugendsozialarbeit in Schulen
  • Ganztagsschulbereiche an Grundschulen
 
  Henriette Schrader-Breymann pädagogische Konzeption orientierte sich 1874 an den Vorstellungen der beiden Pädagogen Friedrich Fröbel und Johann Heinrich Pestalozzi. Eine ihrer Grundeinstellungen war die Hoffnung auf eine „Verbesserung der Menschheit durch Erziehung und Bildung“ (Fröbel), ergänzt durch das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ (Pestalozzi). Dahinter stand die Idee, dass „kein Mensch bleiben muss, was er ist“, sondern dass er durch eigene Kraft sein Leben gestalten kann und soll. Pestalozzi und Fröbel sahen das „Kind als ein wesentliches Glied der Menschheit“. Ihnen war klar, dass durch die Erfahrungen und Erlebnisse in den ersten Lebensjahren der Grundstein für die spätere Entwicklung gelegt würde. Sie maßen daher dem Schutz des Kindes, seiner Pflege und einer Förderung der frühkindlichen Entwicklung große Bedeutung bei. Aus diesem Grund ist die Arbeit mit Kindern ein Schwerpunktbereich des PFH geworden.
Fröbels Idee des Kindergartens stand und steht am PFH noch heute für eine Konzeption, die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern vereint, und nach der sich Kindergarten und Familie gegenseitig ergänzen und stärken. Henriette Schrader-Breymann sorgte dafür, dass die Einrichtung des Kindergartens nicht zu einer „vorverlegten Schule“ wurde. Hier sollte keine einseitige Verstandesbildung erfolgen, sondern eine allseitige ganzheitliche Erziehung praktiziert werden. Der Kindergarten sollte auf das Leben vorbereiten, lebensnahe Inhalte vermitteln, zu Verantwortung und Selbständigkeit erziehen. Wichtig war ihr auch das Vermitteln von Naturerfahrungen. Auch dieses Prinzip der Ganzheitlichkeit ist heute aktueller denn je.
  Textauszüge: www.pfh-berlin.de / Leitbild des PFH
  Textauszüge: PFH Konzeptbausteine 2007