© Pestalozzi-Fröbel-Haus Aktualisiert am 08-Feb-2019

 

 
     
Geschichte
 
 
 

Das Pestalozzi-Fröbel-Haus (PFH) ist als ein Verbund von Praxiseinrichtungen und Ausbildungsstätten für Erzieher*innen eine Modelleinrichtung des Landes Berlin. Es wurde im Jahr 1874 von Henriette Schrader-Breymann gegründet, deren Anliegen es war, die hohe Qualität von Fröbel-Kindergärten durch eine ebenso hohe Qualität der Ausbildung von Erzieher*innen zu sichern.

Zum Pestalozzi-Fröbel-Haus gehören heute:

  • die Fachschule für Sozialpädagogik                        Schule mit europäischem Profil
  • die Fachoberschule für Gesundheit und Soziales    Schule mit europäischem Profil
  • 9 Kindertagesstätten
  • 7 Ganztagsschulbereiche an Grundschulen
  • 2 Ganztagsschulbereiche an Sekundarschulen
  • 6 Nachbarschafts- und Familienzentren mit zahlreichen  Projekt- und Hilfeangeboten
  • 1 Familienberatung mit 2 Standorten
  • Offene Kinder- und Jugendarbeit
  • Jugendsozialarbeit an Grund- und Sekundarschulen und an einem Förderzentrum
  • Natur- und Werkpädagogik/Naturwissenschaftliches Lernen in Kooperation mit Grund- und Sekundarschulen und einem Förderzentrum
  • Hilfen zur Erziehung:
    • Therapeutische Jugendwohngruppen (Koralle)
    • Tagesgruppen Arbeiten und Lernen
    • Grundschulprojekt Bethanien
    • Soziale Gruppenarbeit
  • Netzwerk für Ehrenamtliche in Kita, Schule und Stadtteil"
  • Netzwerk "Bildungsbotschafter*innen in Kita, Schule und Stadtteil"
  • Angebote für geflüchtete Menschen

Abteilung Kinder und Jugendhilfe des PFH

Geschichte und Archiv des PFH

Das PFH-Model von Early-Excellence ist das päd. Leitkonzept

 
Henriette Schrader-Breymann pädagogische Konzeption orientierte sich schon 1874 an den Vorstellungen der beiden Pädagogen Friedrich Fröbel und Johann Heinrich Pestalozzi. Eine ihrer Grundeinstellungen war die Hoffnung auf eine „Verbesserung der Menschheit durch Erziehung und Bildung“ (Fröbel), ergänzt durch das Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ (Pestalozzi). Dahinter stand die Idee, dass „kein Mensch bleiben muss, was er ist“, sondern dass er durch eigene Kraft sein Leben gestalten kann und soll. Pestalozzi und Fröbel sahen das „Kind als ein wesentliches Glied der Menschheit“. Ihnen war klar, dass durch die Erfahrungen und Erlebnisse in den ersten Lebensjahren der Grundstein für die spätere Entwicklung gelegt würde. Sie maßen daher dem Schutz des Kindes, seiner Pflege und einer Förderung der frühkindlichen Entwicklung große Bedeutung bei. Aus diesem Grund ist die Arbeit mit Kindern ein Schwerpunktbereich des PFH geworden.
Fröbels Idee des Kindergartens stand und steht am PFH noch heute für eine Konzeption, die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern vereint, und nach der sich Kindergarten und Familie gegenseitig ergänzen und stärken. Henriette Schrader-Breymann sorgte dafür, dass die Einrichtung des Kindergartens nicht zu einer „vorverlegten Schule“ wurde. Hier sollte keine einseitige Verstandesbildung erfolgen, sondern eine allseitige ganzheitliche Erziehung praktiziert werden. Der Kindergarten sollte auf das Leben vorbereiten, lebensnahe Inhalte vermitteln, zu Verantwortung und Selbstständigkeit erziehen. Wichtig war ihr auch das Vermitteln von Naturerfahrungen. Auch dieses Prinzip der Ganzheitlichkeit ist heute aktueller denn je.